Philosophie

Wir arbeiten zielorientiert. Unsere Seminare und Workshops sind auf kleine Teilnehmerzahlen begrenzt, um die entsprechenden Inhalte intensiv behandeln zu können. Referenten aus etablierten Büros mit langjähriger beruflicher Erfahrung in ihrem jeweiligen Sachgebiet bieten Ihnen die Sicherheit von praxisnahen fundierten Kenntnissen. Sichern Sie sich so einen Wettbewerbsvorteil durch Wissensvorsprung.


Ansicht Schumannstraße 7


Eingang Schumannstraße 7

Themen

Es werden in den Seminaren und Workshops alltägliche und nicht alltägliche Bewertungsproblematiken angesprochen und insbesondere Lösungswege auch für die von den Teilnehmern individuell aufgeworfenen Fragen gesucht. Dieses Angebot richtet sich an den Personenkreis, dessen Interessen oder Aufgaben u.a. durch ein Wertgutachten berührt sein können. Zu denken ist etwa an:

  • Investoren
  • Banken
  • Versicherungen
  • Juristen
  • Steuerberater
  • private Auftraggeber

Bei der Verkehrswertermittlung sind entsprechend der Legaldefinition des § 194 BauGB folgende Elemente zu beachten:

  • gewöhnlicher Geschäftsverkehr,
  • Zeitpunkt,
  • Lage,
  • rechtliche Gegebenheiten,
  • tatsächliche Eigenschaften,
  • sonstige Beschaffenheit.

Der Verordnungsgeber knüpft in § 4 Abs. 2 ImmoWertV mit den Begriffen „rechtliche Gegebenheiten“, „tatsächliche Eigenschaften“, „sonstige Beschaffenheit“ und „Lage“ unter dem Sammelbegriff „Zustand“ an die Definition des Verkehrswertes in § 194 BauGB an. Um den Zustand allerdings zu qualifizieren, ist es unabdingbar sich alle erforderlichen Erkenntnisquellen zu verschaffen. Verkehrswertgutachten mit den Formulierungen

  • „Grundbuchauszug lag nicht vor.“
  • „Eintragungen in Abteilung II: lag nicht vor (müssen gegebenenfalls zusätzlich berücksichtigt werden).“
  • „Altlastenverdacht: nein. Dem Sachverständigen liegen keine Angaben zu Altlasten vor. Detaillierte Auskunft erteilt das Umweltamt auf Antrag des Eigentümers schriftlich.“
  • „Baulasten: wurde nicht geprüft.“
  • „Denkmalschutz: nein (Einschätzung des Sachverständigen)“
  • „Beitrags- und abgabenrechtlicher Zustand: wurde nicht geprüft; beitragsfrei unterstellt.“

sind unbrauchbar und können keinen Verkehrswert (Marktwert) abbilden.

Bei der Verkehrswertermittlung eines Grundstücks ist als wertbeeinflussende Eigenschaft auch die Beschaffenheit des Bodens und dessen Belastung mit Altlasten zu berücksichtigen.

Wertbildende Faktoren ergeben sich beispielsweise auch aus dem Bauordnungs- und Bauplanungsrecht mit Fragestellungen zu Baulasten und Abstandsflächen.

Für die Bewertung einer Eigentumswohnung ist die Einsicht in die Teilungserklärung mit allen Nachträgen unabdingbar!

Gleiches gilt beispielsweise auch bei der Verkehrswertermittlung eines Erbbaurechts oder der Verkehrswertermittlung eines mit einem Erbbaurecht belasteten Grundstücks. Auch hier ist ohne Einsicht in den Erbbaurechtsvertrag einschließlich aller Nachträge eine gesicherte Wertermittlung nicht möglich!

Sobald in einem Gutachten der Verkehrswert als der auftragsgemäß zu ermittelnde Wert angesprochen wird, sind alle hierfür erforderlichen Erkenntnisquellen zu verschaffen.

Nur so kann der Sammelbegriff Zustand nach § 4 Abs. 2 ImmoWertV berücksichtigt und der Verkehrswert nach der Legaldefinition § 194 BauGB abgeleitet werden.